30 Jahre DAX und was nun – Aktienmarktpotential:

In der letzten Ausgabe (Happy Birthday - 30 Jahre DAX) haben wir bereits erwähnt, dass wir in Ihnen in dieser Ausgabe aufzeigen werden, wo der DAX bei seinen nächsten runden Geburtstagen stehen könnte.

Doch zuerst ein kurzer Rückblick, wo der DAX an seinen bisherigen runden Geburtstagen stand:

 

10 Jahre – 4.317 Punkte

20 Jahre – 6.315 Punkte

30 Jahre – 12.238 Punkte

 

 

…wie geht es nun weiter?

Beim Blick in die Zukunft spricht vieles dafür, dass sich der DAX langfristig positiv entwickelt. Der Großteil der DAX-Konzerne ist gut aufgestellt, steht aber auch vor Herausforderungen. Finanzinstitute kämpfen mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, Automobilkonzerne werden von den Entwicklungen in der Elektromobilität und dem autonomen Fahren in Anspruch genommen. Die großen Versorger haben mit der Energiewende alle Hände voll zu tun. Es ist nicht auszuschließen, dass irgendwann auch einige dieser Konzerne aus dem Index fallen, die dort heute als selbstverständlich wahrgenommen werden. Doch egal welche Unternehmen im Börsenbarometer vertreten sind, eine Erfolgsgeschichte aus der Vergangenheit dürfte sich auch in Zukunft in ähnlicher Form fortsetzen: Wer als Anleger bei der DAX-Gründung investiert hat und am Ball geblieben ist, hatte in lediglich acht der 30 Jahre ein Minus auf dem Kurszettel. Und blickt man auf den gesamten Zeitraum, spricht die Verdreizehnfachung des Wertes ohnehin für sich. Den DAX als erfolgreichen und ertragreichen Aktienindex sollte es damit auch in Zukunft geben.

 

…fundamentale Kennzahlen

Um den möglichen Stand zu ermitteln, behelfen wir uns einigen ausgewählten fundamentalen und technischen Bewertungsindikatoren, wie z.B. KGV, KCV, KBV, KUV, Shiller-CAPE, etc. Anhand dieser Kennzahlen kann die aktuelle Bewertung des Aktienmarktes ermittelt werden und wir können feststellen, dass der deutsche Aktienmarkt (roter Linie) aktuell nahe seinem fairen Wert notiert (siehe folgender Chart). Gut zu erkennen ist auch, dass sich der DAX seit Auflage ins seinem Zielkorridor (hell-dunkelbau) bewegte. Eine Ausnahme gab es nur in der Dot-Com-Blase.

 

… wo steht der DAX in 15 bis 20 Jahren?

Nach einer Studie von StarCapital besteht weltweit ein enger Zusammenhang zwischen o.g. Kennzahlen und den langfristigen Aktienmarktrenditen. So wurde Ende 2018 der deutsche Aktienmarkt mit einem CAPE von 17,6 und einem KBV von 1,6 bewertet. Im Durchschnitt erfolgten auf solche Bewertungen über die folgenden 15 Jahre reale Wertzuwächse von jährlich ca. 7%. Bei einer durchschnittlich unterstellten Inflation von 2% ergäbe sich somit im Dezember 2033 ein DAX-Stand von ca. 40.000 Punkten (siehe folgende Abbildung).

 

Historisch betrachtet entspräche ein DAX-Verlauf in dem weiß-hellgrauen Bereich der wahrscheinlichsten Entwicklung. In nur 10% aller Perioden wurden niedrigere Renditen beobachtet.

 

 

 

…Schwankungskorridor - Szenario-Beschreibung: (weiß-grauer Bereich)

Er gibt Auskunft über die mittelfristigen Chancen und Risiken. Entfernt man die obersten und untersten 10% der Ausreißer aller Beobachtungsperioden der letzten 130 Jahre, so wird deutlich, dass der DAX in drei Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit höher stehen wird als heute. Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der DAX auf dem Weg bis dahin nicht nochmals 4-stellig werden könnte (Stichworte: Rezessionsgefahr, Inverse Zinsstruktur der US-Bonds, etc.). In fünfzehn Jahren sollte der DAX dann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zwischen 29.000 und 58.000 Punkten notieren (Mittelwert 40.000 Punkte) und mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 90% nicht unter 21.000 Punkten. Somit ist das Potential nach oben deutlich größer als nach unten.

 

 Wir dürfen gespannt sein, in welcher Schwankungsbreite sich der DAX in den nächsten 15 Jahren bewegen und wie der finale Stand dann sein wird.

 

 Das sind für unsere Deutschlandstrategien hervorragende Perspektiven, zumal wir davon ausgehen, dass wir den DAX in dieser Zeit deutlich outperformen werden und das mit deutlich geringeren Schwankungen.

 

 

 

 

Quelle: Starcapital, Norbert Keimling

Quelle: StarCapital

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