Beipackzettel zur Strategie "Megatrends und Dividende"

Nach dem letzten Newsletter gab es einige Anfragen zur Funktionsweise der Strategie „Megatrends+Dividende“. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen eine Art „Beipackzettel“ zur Hand geben, welcher die Strategie detaillierter beschreibt.

Grundidee der StrategieDie konsistente Anwendung einer immer gleichbleibenden Strategie ist ein unabdingbares Kriterium, um an den Aktienmärkten erfolgreich zu agieren. Eine Möglichkeit dieses Kriterium zu erfüllen sind vollmechanische Handelsmodelle, bei denen menschliche Entscheidungen vollständig eliminiert werden. Solche Ansätze haben viele Vorteile, aber wie jede Strategie auch Nachteile. Eine andere Möglichkeit ist, die Erfahrung des „Faktors Mensch“ stärker zu berücksichtigen. Dies kann aber nur dann zum Erfolg führen, wenn die Entscheidungen auf einer immer gleichbleibenden systematischen Grundlage basieren. Im Kern entspricht das auch einem Handelssystem, das aber im Gegensatz zu vollmechanischen Handelsmodellen über größere Freiheitsgrade verfügt.Wir verfolgen mit unseren Zyklus-Struktur-Strategien einen solchen Ansatz der „diskretionären Handelsentscheidung auf systematischer Grundlage“. Im Folgenden sind unser Handelsansatz und Entscheidungs-Findungs-Prozess im Einzelnen beschrieben:Das GFA Zyklus-Struktur-Modell:Das Herzstück unserer Strategien ist ein Modell, das wir „Zyklus-Struktur-Modell“ genannt haben. Es beruht auf der Tatsache, dass Aktienmärkte bestimmte Preisstrukturen an ganz konkreten Stellen in der Zukunft wiederholen. Diesem Verhalten liegen natürliche Zyklen zugrunde, die Gesetzmäßigkeiten folgen. Der bekannteste und offensichtlichste dieser Zyklen ist der Vier-Jahres-Zyklus. Natürlich wird nicht jede Struktur vier Jahre später an der gleichen kalendarischen Stelle wiederholt, sondern das hängt von verschiedenen sich gegenseitig überlagernden Zyklen ab. Sind diese vollständig vorhanden, dann kann man wissen, dass sich eine bestimmte Struktur vier Jahre später in gleicher oder zumindest sehr ähnlicher Form wiederholt. Die folgende Grafik zeigt zwischen den Jahren 2013 und 2018 drei verschiedene strukturelle Wiederholungen im Abstand von jeweils sehr genau vier Jahren. Das ist kein Zufall!

Quelle: eigenes Research

 

Das Elliott-Wellen-Prinzip:
Die natürlichen Zeitzyklen sind die grundlegendste und wichtigste Ursache für die wellenförmige Entwicklung der Aktienmärkte. Und damit kommen wir zu der sogenannten „Elliott-Wellen-Theorie“, die wir unterstützend zur Marktbeurteilung einsetzen. Diese Theorie geht auf einen Börsenhändler namens Ralph Nelson Elliott zurück. Er erkannte in den 30er Jahren, dass sich Aktienmärkte in einer immer gleichbleibenden Abfolge von Wellen entwickeln und zwar auf allen Zeitskalen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, die Elliott-Wellen sind ein Fakt und haben eine natürliche Ursache.

Das beschriebene natürliche Wellenverhalten ist, wie erwähnt, auf allen Zeitskalen gleichermaßen zu beobachten.
Betrachten wir zuerst einmal das große Bild:
Die folgende Grafik zeigt den Dax seit 1997 in einem 2-Monats-Chart. Hier ist besonders gut zu erkennen, wie die einzelnen Wellengrade ineinander geschachtelt sind. Das Bild weist darauf hin, dass die kommenden drei bis vier Jahre von einer aufwärts gerichteten Welle 5 geprägt sein könnten, die die übergeordnete Welle III komplettiert. Zum jetzigen Zeitpunkt könnten wir uns kurz vor Abschluss der Welle 1 in der Welle 5 befinden, die Mitte März begonnen hat und wahrscheinlich Anfang Juni endet.

 

 

Quelle: eigenes Research

 

 

Mit dem jüngsten Crash könnte mit dem März-Tief die Welle 4 der Welle III aus dem großen Bild abgeschlossen worden sein, so dass wir uns aktuell in der Welle 1 der Welle 5 befinden (siehe nochmals Grafik oben).

 

Betrachten wir nun das kleinere Bild seit Anfang des Jahres:

Wie könnte es nun kurz- und mittelfristig weitergehen? Die folgende Grafik zeigt auf, dass wir uns im kleinen Bild kurz vor dem Abschluss der Welle 1 (aus der Welle 5 des großen Bildes) befinden. Diese Welle 1 erfolgte wiederum in 5 Wellen. Deshalb sollte nach finalem Abschluss der Welle 1 die Korrekturwelle 2 folgen, für die man sich entsprechend positionieren sollte, indem man die Investitionsquote defensiver ausrichtet. Im Bereich des Tiefs der Welle 2 erhöht man die Investitionsquote wieder entsprechend, um von der dynamischen Welle 3 zu profitieren. Welle 3 ist grundsätzlich immer die dynamischste und lohnendste Welle innerhalb eines Trends.

 

Quelle: eigenes Research

 

 

Im Idealfall fallen die Eckpunkte der Wellen mit wichtigen Zeitpunkten des Zyklus-Struktur-Modells zusammen. Im vorliegenden Fall werden beispielsweise von dem Modell wichtige Wendepunkte im Bereich des 2. Juni und des 24. Juni angezeigt. Es ist daher zu vermuten, dass die Welle 1 Anfang Juni abgeschlossen wird und die Welle 2 in der letzten Juni Woche beendet wird. Das ist das derzeit favorisierte Szenario, dem wir mit unseren Entscheidungen folgen: Unter der Voraussetzung, dass sich der DAX etwa so wie skizziert entwickelt, werden wir die Investitionsquoten Anfang Juni reduzieren, um sie Ende Juni wieder deutlich anzuheben, mit dem Ziel besonders von der aufsteigenden Welle 3 zu profitieren. Dabei achten wir gegebenenfalls auch auf wichtige preisliche Unterstützungs- bzw. Widerstandslinien als zusätzliche Entscheidungskriterien.

 

Risikomanagement:
Wir folgen im Rahmen unserer Strategien immer einem Plan A, der sich aus den oben beschriebenen systematischen Grundlagen ergibt. Dabei passieren natürlich auch Fehler. Um die Auswirkungen dieser Fehler zu begrenzen, gibt es immer einen Plan B, der korrigierend eingreift, wenn sich die Situation anders entwickelt als Plan A vorgibt. Sowohl im Zyklus-Struktur-Modell wie auch in der Elliott-Wellen-Zählung entstehen immer Punkte, deren Über- bzw. Unterschreiten den Plan A falsifizieren. Wenn das passiert, wird gemäß eines vorher festgelegten Plan B eine zuvor getroffene Entscheidung rückabgewickelt bzw. korrigiert, um die negativen Auswirkungen einer Fehlentscheidung möglichst gering zu halten und die Verluste entsprechend zu begrenzen.

Insgesamt bietet der beschriebene Ansatz mittel- und langfristig ein hervorragendes Chance-Risiko Verhältnis, das zu einer ansprechenden Rendite bei reduziertem Risiko führt.

 

 

Aktienauswahl:

Neben der oben beschriebenen Vorgehensweise spielt natürlich auch die selektive Aktienauswahl eine wichtige Rolle. Wir investieren im Rahmen unserer Strategie in solide, krisenresistente und langfristig erfolgreiche Unternehmen aus den zukünftigen Megatrendbranchen, wie z.B. Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Medizintechnik, bargeldloser Zahlungsverkehr, Konsum und sonstigen Technologien. Ein langfristig und strategisch ausgerichteter Investitionsansatz steht dabei im Vordergrund.

 

 

Resümee

Die Kombination einer Investition in verschiedene Zukunftsthemen, gepaart mit einer halb-diskretionären aber doch systematischen Steuerung der Aktienquote ergibt ein gutes Risiko-/Renditeverhältnis. Chancen werden ausreichend wahrgenommen, ohne die Absicherung in turbulenten Marktphasen zu vergessen. Das bisherige Ergebnis beweist jedenfalls, dass uns dieser Spagat bisher gelungen ist.

 

 

 

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