Die Hausse steht jetzt zur Disposition

Die aktuelle Gemengelage stellt nun die langfristige Hausse der Aktienmärkte weltweit in Frage. Seit Mitte März und vor allem in der letzten Woche tendieren die Aktienmärkte verstärkt Richtung Süden. Selbst die Leitindizes der amerikanischen Börse notieren für das laufende Jahr 2018 jetzt im Minus und haben nun charttechnisch betrachtet praktisch auf ihrer 200-Tagelinie aufgesetzt. Sollte der Dow Jones im März mit einer negativen Performance aufwarten – was höchst wahrscheinlich ist -, wäre dies der zweite negative Monat in Folge.

Der April ist zwar an sich im amerikanischen Dow Jones - Index einer der besten Börsenmonate des Jahres – nicht jedoch unbedingt in Zwischenwahljahren, wie dieses Jahr eines ist. Besonders schlecht läuft er in Zwischenwahljahren jedoch auch nicht, und so ist mittelfristig betrachtet eine gewisse Stabilisierung bis Ende April zu erwarten. Dann könnte aber der nächste große Abverkauf auf uns zukommen.

 

Kurzfristig betrachtet hat man bereits am S&P 500 – Index letzte Woche ablesen können, dass die Aktien des Index vor allem in den letzten zwei Stunden des letzten Freitags abverkauft wurden. Niemand wollte über das Wochenende long/investiert sein.   Jetzt hat der S&P 500 auf seiner 200-Tagelinie aufgesetzt. Dies und das Februar – Tief bei 2.532 Punkten, das jetzt auch in etwa dem 1-Jahres-GD (Gleitenden Durchschnitt) entspricht, könnte noch bis Mittwoch für eine Beruhigung der Aktienmärkte sorgen. Dass der S&P 500- Index jedoch grundsätzlich vor drei Tagen aus seinem seit Anfang Februar gebildeten Keil nach unten durchgebrochen ist, ist grundsätzlich negativ zu werten. Und ob die Investoren über ein verlängertes Osterwochenende hinaus - der Karfreitag ist auch in den USA handelsfrei - investiert bleiben wollen, ist sehr fraglich.

 

Ähnlich sieht es im DAX aus.   Er hat jetzt auf dem Tiefpunkt aus Anfang März aufgesetzt. Hier könnte sich der Index kurzfristig beruhigen. Doch wir rechnen durch die stark nachlassende Trendstärke im DAX durchaus damit, dass der untere Rand des im März 2009 beginnenden übergeordneten Aufwärtstrends, der aktuell bei ca. 11.200 bis 11.300 Punkten notiert, in den nächsten Wochen getestet werden könnte.

 

Verhaltenspsychologisch und damit sentimenttechnisch betrachtet, könnte nun ebenfalls kurzfristig eine Beruhigung der Aktienmärkte bevorstehen. Zu kräftig waren die Kursrückgänge, und die Angst ist jetzt ausgeprägt.  Strategisch und damit übergeordnet betrachtet, dürfte es die nächsten Monate aber nochmals ungemütlicher werden.  Mittelfristig dürfte der Boden noch nicht gefunden sein.

 

Wir selbst haben die Aktienquoten in unseren Produkten jetzt stark reduziert und teilweise sogar bis auf 0% hinuntergeführt. Mit einem Einstieg in unsere Produkte kann man damit das Risiko nach unten hin teilweise sogar ausschließen. Mittel- und langfristig kann man aber jetzt mit einem Einstieg in unsere Produkte einer sehr gut funktionierenden Strategie in die nächsten Jahre hinein folgen. Kommen Sie bei Fragen einfach auf uns zu.

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