Gut zu wissen...

Dollarschwäche voraus? Der Euro hat im Laufe des Monats Juli deutlich zugelegt, der Dollar gerät mehr und mehr unter Druck. Sollte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen, werden exportorientierte europäische Unternehmen zusätzlich belastet werden. Gleichzeitig ist eine Flucht in Rohstoffe zu beobachten, besonders in Edelmetalle. Sowohl die Dollarschwäche wie auch der Run auf Gold und Silber sind Ausdruck der Krise, die durch das Corona-Virus weltweit, aber derzeit eben besonders in den USA ausgelöst wurde.


USA:
Donald Trump hat mal wieder alle per Twitter erschreckt. Seine Idee, die Wahl im November eventuell zu verschieben, zeigt bereits jetzt, dass er einen für ihn negativen Wahlausgang nicht ohne weiteres anerkennen wird. Verfassungsrechtler in den USA sind besorgt, dass Trump bis November mögliche verfassungsrechtliche Winkelzüge absolvieren könnte, um den Wahltermin zu torpedieren. Sollte so etwas passieren, könnte das einen echten Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten auslösen.

Gold:
Der Goldpreis hat im Juli nach fast neun Jahren ein neues Allzeithoch erreicht und notiert knapp unter 2000 US-Dollar. Hier stellt sich nun die spannende Frage, ob der Ausbruch auf neue Höchststände nachhaltig ist und entsprechend weitergeführt werden kann. Dafür spricht die krisenbedingte Nachfrage nach Gold. Eine zyklische Betrachtung spricht allerdings dagegen. Unser Zyklus-Struktur-Modell schlägt für Anfang August ein potentiell wichtiges Hoch vor. Eine Korrektur des Goldpreises im Verlauf des Monats August käme also nicht überraschend.

China: China vermeldet nach einem positiven zweiten Quartal auch für den abgelaufenen Juli erstaunlich robuste Wirtschaftszahlen. Es beginnt sich eine V-förmige Erholung abzuzeichnen, die einige andere Wirtschaftsräume mit nach oben zieht. Es wäre aber verfrüht und riskant, Entwarnung für die Weltwirtschaft zu geben. Auch ist nie ganz sicher, ob die chinesischen Wirtschaftszahlen die tatsächliche Situation korrekt widerspiegeln.

Luftfahrt:
Tief rote Zahlen bei Boeing und Airbus. Die Corona Krise beschert den Flugzeugbauern massive Probleme, die sich auch auf den deutschen Triebwerkshersteller MTU auswirken, wo mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch gerechnet wird. Die Luftfahrtbranche wird sich bedingt durch die Corona Krise insgesamt „neu erfinden“ müssen. Großraumflieger sind einfach nicht mehr gefragt. Nach mehr als fünf Jahrzehnten stellt Boeing nun auch die Produktion der legendären 747 Jumbo ein.

Corona: Weltweit mehren sich die Anzeichen für eine zweite Infektionswelle. In der philippinischen Millionenstadt Manila wurde bereits ein erneuter Lockdown angeordnet, das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. Auch in den USA ebbt die Welle nicht ab. Inzwischen wird auch von Notenbankern ein vier- bis sechswöchiger wirklich harter Lockdown gefordert, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und selbst Präsident Trump befürwortet neuerdings das Tragen von Schutzmasken. Virologen befürchten eine flächige Ausbreitung der Krankheit, die dann überhaupt nicht mehr kontrollierbar wäre. Für die Wirtschaft wäre das fatal.

Nasdaq: Die US-Tech Werte sind weiterhin nicht zu bremsen und sind bereits wieder auf dem Weg, die letzten Höchststände zu erreichen. Apple notiert inzwischen über 400 US-Dollar. Die extreme Diskrepanz zwischen den Tech-Werten und der „Old-Economy“ ist allerdings kein wirklich gutes Zeichen.


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