Platzt bald eine Blase?

Viele Investoren lassen sich immer wieder von Gerüchten oder scheinbaren Fakten zu Börsenblasen verunsichern. Schließlich besteht bei Blasen die Gefahr, dass diese platzen können.

 

Zwei amerikanische Professoren und ein Doktorand von der Harvard University haben nun in einer im November 2016 veröffentlichten statistischen Auswertung mit dem Titel “Bubbles for Fama“ die amerikanischen Aktienmärkte von 1926 bis 2014 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung wurde in einer 30-seitigen pdf-Datei unter www.faculty.chicagobooth.edu/workshops/finance/pdf/Shleiferbff.pdf veröffentlicht. Ziel dieser Studie war es, zu hinterfragen, ob und wie man Börsenblasen erkennen kann.

Ergebnis: Nur bei starken Preisanstiegen von über 100% in Zeiträumen von maximal 2 Jahren kann davon ausgegangen werden, dass diese Blase mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin knapp über 50% platzen wird. Bezogen auf den gesamten amerikanischen Aktienmarkt lag diese Voraussetzung bisher nur zwei Mal vor. Nämlich 1929, als die damalige Euphorie in Panik umschlug und in die bekannte “große Rezession“ mündete, sowie im Frühjahr 2000, als die Dot-Com-Bubble platzte.

Da zwei Ereignisse nicht für eine verlässliche Aussage ausreichen, haben die Forscher zusätzlich viele Untersektoren und Branchen innerhalb des S&P-500 – Index von 1928 bis 2012 einer näheren Untersuchung unterzogen sowie internationale Industriestandorte von 1987 bis 2013 betrachtet. Nur so konnten Sie eine statistisch verlässlichere Aussage treffen. Die Kernbotschaft ist die, dass wenn enorme Kursanstiege in einen anschließenden Crash mündeten, dies meist mit zusätzlich überdurchschnittlich hohen Bewertungen der Aktienkurse einher ging und es häufig im Zuge der durch die steigenden Aktienkurse erzeugte Euphorie zu einem Ansturm neuer Börsenunternehmen innerhalb des Sektors kam. Begleitet wurde das alles mit höherer Volatilität.

Stark gestiegene Aktienkurse, hohe Bewertungen der Aktienmärkte und eine gewisse Euphorie scheint der Cocktail zu sein, aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit größere Korrekturen erfolgen können.

Zu ihrer Beruhigung: Aktuell liegt solch eine Phase auf den Aktienmärkten nicht vor!

 

 

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