DWS zieht sich aus dem Riester-Neugeschäft zurück!

Viele Versicherer, Bausparkassen und Fondsgesellschaften haben mit einem Brief an Herrn Helge Braun, Chef des Kanzleramts, um ein schnelles Handeln bezüglich einer neuen Reform für Riester-Verträge gedrängt.

Der Grund ist das aktuelle Zinsumfeld. Denn in der heutigen Zeit mit Negativzinsen eine Bruttobeitragsgarantie abbilden zu müssen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Vor allem mit dem Hintergrund, dass wegen der Garantie ein Großteil des Kapitals ausschließlich in konservative und negativ rentierende Anleihen investiert werden muss. Den Gesellschaften bleibt somit keine Möglichkeit, das Kapital chancenreich z.B. am Aktien- oder Rohstoffmarkt zu investieren.

Da auch die Attraktivität an Produkten mit Garantien wie z.B. Lebensversicherungen sinkt, zeigt der immer stärker werdende Rückgang der Abschlüsse. Die unattraktive Verzinsung bei diesen Verträgen veranlasst viele Sparer ihre Verträge ruhen zulassen oder gar nicht erst einen neuen Vertrag abzuschließen.

Die Riester-Rente ist durch die Auszahlungsgarantie ein sicherheitsorientiertes Anlageprodukt. Doch aufgrund der Nullzinspolitik sind die Renditeerwartungen extrem gesunken. Der Anleger sollte auch nie außer Acht lassen, dass er zwar garantiert seine eingezahlten Beiträge aus dem Vertrag zurückerhält, diese aber nicht vor der Inflation geschützt sind.

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